Bibellese

Sonntag, 9. Dezember, Psalm 1

Fest verwurzelt

Wer sein Vertrauen auf Gott setzt und sich in seinem Leben nach ihm ausrichtet, wie es die Wurzeln zum Wasser tun, der ist im Leben wie ein Baum, der fest verwurzelt ist. Die Stürme des Lebens können zwar immer noch an ihm zerren, aber wer Gott vertraut, der wird durch die Stürme des Lebens nicht entwurzelt. Schlagt feste Wurzeln in Gott und seinen guten Weisungen. Einfach nur zu sagen: Ich glaube an Gott, aber im Alltag so zu tun, als ob der Glaube da keine Rolle spiele, das geht nicht. Wer sein Vertrauen auf Gott setzt, der fragt auch nach seinen guten Weisungen. Denn wenn wir Menschen uns an die Weisungen Gottes halten, dann wird sich in der Welt etwas zum Guten verändern. Denn wie viel besser wäre unsere Welt, wenn alle Menschen sich nur an Gottes Gebote halten würden? Wer sich nicht auf Gott verlässt, der dreht sich nur um sich selbst. Wenn es dann hart auf hart kommt, dann wird er schnell entwurzelt. Nur der Glaube kann in jeder Lebenslage Halt geben. Nur der Glaube kann uns fest verwurzeln in dem Gott, den nichts und niemand zum Wanken bringt.

Montag, 10. Dezember, Jesaja 14, 1–23

Der längere Atem Gottes

Gott hat den längeren Atem. Am Ende muss alles in dieser Welt vergehen, was uns so wichtig erscheint. Selbst die größten Herrscher werden vergehen. Gott vergeht nicht. Am Ende behält er die Oberhand. Und wenn Gott wirkt, dann werden die Verhältnisse komplett umgewälzt, die wir in dieser Welt kennen. Macht und Einfluss, Gewalt und Geld vergehen und zählen nichts mehr. Wer aber sein Vertrauen auf Gott setzt, der wird erhöht. So hat es Jesus getan. Er kam ganz ohne Geld und Macht aus und hat doch selbst den schlimmsten Feind des Lebens, den Tod, besiegt. Der Prophet will seine Zuhörer ermuntern, nicht nur auf den Augenschein der Gegenwart zu schauen. Nicht nur kurzfristig zu denken, sondern sich diesem Gott anzuvertrauen. Denn am Ende wird alles vergehen. Nichts ist ewig auf dieser Welt. Aber Gott bleibt ewig, gestern, heute und auch morgen, und was er verspricht, das hält er gewiss. Und wer – auch gegen den Augenschein – diesem Gott vertrauen kann, der wird am Ende nicht leer dastehen, sondern der wird von Gott reich beschenkt mit Frieden und Heil.

Dienstag, 11. Dezember, Jesaja 19, 16–25

Sei ein Segen

Es klingt wie ein Traum. Selbst die Weltmächte unterwerfen sich Gott und folgen seinen Weisungen. Ägypten und Assur handeln nicht mehr auf eigene Rechnung, sondern sie folgen Gott. Keiner erhebt sich mehr gegen den anderen, sondern alle leben aus dem Segen Gottes und werden so ein Segen für die Welt. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Der Prophet will uns zeigen: wenn Gott wirkt, dann kann selbst Unmögliches möglich werden. Da können die Verhältnisse sich komplett ändern. Da können selbst die Mächte, die von Gott nichts wissen wollen plötzlich umkehren zu Gott. Denn eines Tages wird Gott sein Reich aufrichten, in dem alle zum Segen füreinander werden. Wir können uns das Jesajawort heute schon zu Herzen nehmen: Gott will auch uns segnen und möchte, dass wir zum Segen für andere werden. Zum Segen werde ich, wenn ich mich nicht nur um mich selbst drehe. Zum Segen werde ich, wenn ich mich getragen weiß von Gott, der das letzte Wort auch in der Geschichte der Welt behalten wird. Und so kann ich meinem Nächsten genauso offen begegnen, wie Gott es mit mir tut.

Mittwoch, 12. Dezember, Jesaja 25, 1–12

Neue Hoffnung

Heute darf der Prophet einen Blick durch das Schlüsselloch in die Zukunft Gottes werfen. Der Prophet darf schauen, wohin der rote Faden der Geschichte geht. Am Ende aller Tage wird Gott unmittelbar bei den Menschen wohnen. Es wird keinen Hunger und keine Feindschaft mehr geben. So ist das Paradies. Dies ist nicht als Vertröstung auf ein besseres Jenseits gedacht. Sondern der Prophet bekommt durch diese Vision schon jetzt eine neue Hoffnung. Die Hoffnung, dass Gott den roten Faden der Geschichte nicht aus der Hand gibt. Auch wenn es oft so erscheint, als ob die Mächte dieser Welt triumphieren. Als ob der der Dumme ist, der sich an Gott hält. Als ob Gewalt und Geld den Sieg behalten würden. Nein, tun sie nicht. Gott verlässt uns nicht. Er ist nicht nur für die VIPs da, sondern schon zu allen Zeiten waren gerade die kleinen Leute im Fokus Gottes. Der Prophet weiß nun, dass die Hoffnung auf Gott nicht trügerisch ist. Dass der Lauf der Geschichte nicht auf das Chaos zuläuft, sondern dass am Ende Gott steht, der Heil und Frieden schenkt.

Donnerstag, 13. Dezember, Jesaja 26, 1–6

Ein neues Lied

Es kommt die Zeit, sagt der Prophet, da hört man nicht mehr das alte pessimistische Lied, dass alles immer nur schlechter wird. Es kommt die Zeit, da werden die Leute ein Jubellied singen. Denn ihre Träume werden sich erfüllen. Sie erfüllen sich aber nicht aus Zufall oder weil die Menschen es selbst geschafft hätten. Nein, die Träume erfüllen sich, weil Gott sein Wort hält und seine Verheißungen erfüllt. Die Menschen merken jetzt, dass sie mit Gott nicht auf das falsche Pferd gesetzt haben. Wer sich auf Gott verlässt hat ja oft den Eindruck, dass es nichts bringt. Dass Gott weit weg zu sein scheint. Weil wir oft nur kurzfristig denken, erkennen wir die Hilfe Gottes nicht, die so ganz anders daherkommt, als wir das erwarten. Der Prophet aber kann weiter sehen. Er kann schauen: Wenn wir einmal auf unseren Lebensweg zurückschauen, dann merken wir, dass Gott uns die ganze Zeit näher war, als wir das dachten. Und diese Verheißung gilt allen. Denn bei Gott ist keiner zu klein oder zu schwach. Das ist wirklich ein neues Loblied wert.

Freitag, 14. Dezember, Jesaja 26, 7–21

Gott hält Wort

Gott wird wieder ganz direkt in diese Welt eingreifen. Und wenn er das tut, dann verändert sich alles. Diejenigen, die meinen, Gott würde doch nichts machen, werden eines Besseren belehrt. Wenn Gott kommt und ganz direkt in diese Welt eingreift, dann kommt alles ans Licht. Da gibt es kein Handeln im Verborgenen mehr. Da müssen sich alle ihren Taten stellen. Doch wer sich auf Gott verlässt, der wird erfahren, dass Gott gnädig ist. Derjenige, der es wenigstens versucht, diesem Gott zu folgen, der wird am Ende das Heil schauen. An dieser Stelle darf Jesaja bereits schauen, was wir seit Jesus fest glauben dürfen. Wenn Gott eingreift, dann kann uns selbst der Tod nicht mehr länger behalten. In Jesus hat Gott genau diese Verheißung wahr gemacht. Denn Gott hat immer das letzte Wort. Nicht die Vernichtung, nicht der Schrecken, noch nicht einmal der Tod haben das letzte Wort. Somit zeigt es sich hier wieder, dass sich im Neuen Testament viele Verheißungen Gottes erfüllen, die er schon im Alten Testament den Menschen durch seine Propheten gegeben hat.

Samstag, 15. Dezember, Jesaja 28, 14–22

Der wahre Eckstein

„Passiert schon nichts!“ So sagen viele. „Hauptsache gut versichert!“ Von wegen, sagt der Prophet. Kehrt um zu Gott und rechnet mit seinem Handeln. In Jesus hat Gott genau diesen Eckstein wieder in der Welt eingesetzt. Der Eckstein gibt dem Bau die Richtung vor. Gott gibt durch seinen Eckstein ebenfalls die Richtung vor. Recht und Gerechtigkeit, wie sie nur Gott geben kann, sollen herrschen. Wer diesen Gott in sein Leben einlässt, der kann somit nicht einfach so weitermachen, wie bisher. Der kann nicht so leben wie die Spötter, die meinen, Gott hilft doch nicht. Wer zu Gott umkehrt und sich unter seinen Machtbereich begibt, wird zwar nicht sofort zu einem Heiligen. Aber er wird versuchen, sich nach jenem Eckstein auszurichten, den Gott in Jesus eingesetzt hat. Und dieser Jesus hat uns die Richtung für unser Leben gezeigt. „Wenn du Gott von ganzem Herzen liebst und deinen Nächsten wie dich selbst, dann richtest du dein Leben so aus, wie Gott es will“, sagt Jesus. Also, richten wir unser Leben immer wieder nach diesem Eckstein aus. Heiko Schipper